Wir lehren Pilze

Zur Vermeidung von Verwechslungen und zum Erlernen der Pilzbestimmung in der Praxis empfehle ich Ihnen unsere angebotenen Lehrwanderungen zu besuchen. Hier werden Ihnen die verschiedenen Pilze deutlich von einander abgegrenzt aufgezeigt.

Pilze kommen nicht vom Fließband, der Pilz den Sie eben gefunden haben kann also teilweise anders erscheinen, als ein Foto in einem Pilzbuch der diesen Fund beschreibt.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick über mögliche Verwechslungen geben, mehr dazu auf unseren Pilzkursen in der Praxis - im Wald.

Von der "krausen" Glucke und ihren Schwestern

   

Sparassis crispa ( Krause Glucke )              Ramaria mairei ( Bauchweh-Ziegenbart )

Die fette Henne oder krause Glucke ( Sparassis crispa ) ist ein guter und ergiebiger Speisepilz. Als parasitisch lebender Pilz findet man sie vor allem bei Kiefern. Die verschiedenen Korallen ( Gattung Ramaria ) können farblich ähnlich sein und zu Verwechslungen führen. Die Glucken haben breite Blätter, die Korallen wie die aus dem Meer bekannten Tiere sind verästelt. Die Unterscheidung kann wichtig sein, da es bei den Korallen Magen-Darm-giftige Pilze gibt, namensgebend ist hier die Bauchwehkoralle ( Ramaria mairei ), die Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfälle verursacht. Makroskopisch sind die Pilze schlecht auseinanderzuhalten, es wird daher nur gut ausgebildeten Pilzsammlern empfohlen, Korallenpilze zu Speisezwecken zu sammeln.

  

Ramaria aurea                                             Ramaria largentii

Bilder der Korallen : Quelle wikipedia 

Warnung vor dem Mai-Risspilz im Juni?

Wer im Mai z.B. den Maipilz als Speisepilz sucht und sammelt, sollte vor allem diesen Kandidaten hier kennen:

   

Falsch liegt der Pilzfreund, der glaubt, dass der "ziegelrote" Risspilz rot ist und daher garnicht mit dem Mai-Ritterling verwechselt werden kann. Wie diese Bilder zeigen, sind die Pilze Anfangs weiss und werden erst mit dem Wachstum und Verletzungen irgendwie ziegelrot. Wie immer gilt auch hier die Pilze gut zu kennen um Vergiftungen zu vermeiden.   Pilze, die richten sich nicht unbedingt an das was in einem Pilzbuch steht. Dieser Pilz der auch als Mai-Risspilz bezeichnet wird, wächst durchaus auch im Juni oder Juli. Der faserige Hut, Sporenpulverfarbe dunkel-braun, ein eigentümlicher Geruch und nicht zuletzt die Verfärbung unterscheiden diese Pilze makroskopisch vom eßbaren Maipilz.

Rißpilze enthalten das Pilzgift Muscarin ( der Name kommt vom Fliegenpilz - amanita muscaria - in dem der Giftstoff zuerst entdeckt wurde ) und können beim oben gezeigten Pilz in einer sehr hohen Dosierung vorhanden sein. Todesfälle sind je nach Schwere der Vergiftung möglich. Mehr dazu unter   Muskarin-Syndrom ( Quelle Wikipedia ).

Der Maipilz - ein gerngesammelter Frühjahrspilz

  

Im Frühjahr, etwa Ende April zieht es gerne Pilzfreunde in den Wald auf der Suche nach dem Mairitterling. Der auch Georgs-Ritterling genannte Pilz erscheint passend um die Zeit des Ehrentages des heiligen Georgs ( 23.04. ) . Hier haben wir ein paar Mairittelringe im Gras auf einem Waldweg entdeckt. Das Myzel des Pilzes, von dem wir noch viel mehr neber dem Wegesrand fanden hatte sich bis hierher ausgebreitet und sogar mitten auf einem Weg versteckt im Gras Fruchtkörper hervorgebracht. Jetzt gibt es aber auch noch viele andere kleine weisse Pilze die ich auf den ersten Blick als Maipilz ansprechen könnte. Schauen wir uns deshalb auf dem nächsten Bild mal das Fruchtlager ( hier Lamellen ) des Pilzes an.

Die Hutfarbe des Mairitterlings kann weisslich aber auch leicht cremefarben sein. Dies ist dann auch unter dem Hut an den Lamellen zu erkennen. Die Lamellen selber stehen sehr eng zusammen und sind da wo sie den Stiel erreichen leicht in einem Bogen nach unten ausgebuchtet. Dies ergibt um den Stiel herum eine Art "Graben" der allerdings mal mehr mal weniger ersichtlich ist. Auf dem oberen Bild ist dieser Burggraben der "Ritterlinge" recht deutlich zu erkennen. Der Pilz hat weisses Sporenpulver, hat einen kräftigen Stiel und riecht etwas "mehlartig" oder wie Gurkensalat . Sein eigentümlicher Geschmack wird von manchen Pilzfreunden sehr geschätzt, von anderen gemieden.

Vergiftungen mit Speisepilzen !?

Aus aktuellem Anlaß möchte ich hier nochmals auf die Problematik eingehen, die übermäßiger Pilzverzehr mit sich führen kann.

Der Grünling  (Tricholoma equestre) der früher gern gesammelter Pilz war, ist mittlerweile als Giftpilz eingetuft. Warum ist das so?

Man fand heraus, daß diese Pilze in größeren Mengen genossen zu Muskelverfall sogen. Rhabdomyolyse führen können, ist dabei z.B. ein lebenswichtiger Muskel wie der Herzmuskel betroffen kann dies zum Tode führen. Laut Literatur sind hier Todesfälle bekannt.

Der frühere Marktpilz Kahler Krempling  (Paxillus involutus) ( der roh sowieso stark giftig ist ! ) führt bei immer wiederkehrendem Genuß auch über Jahre! zu einer"antigenen Reaktion". Über die immer wieder kehrenden Mahlzeiten baut sich ein Antigen im Körper auf, das irgendwann "das Fass zum überlaufen bringen kann", dann kann eine Kremplingsmahlzeit für die betroffene Person die letzte gewesen sein. Kurze Zeit nach dem Essen kündigt sich mit Übelkeit und Erbechen eine in diesem Fall sehr schwere Vergiftung an die u.U. zum Zerfall der roten Blutkörperchen, Nierenversagen und zum Tode führen kann.

Auch aktuell als Speisepilze "anerkannte" Pilze wie der Shiitake ( Lentinula edodes ) , können u.a. durch übermäßigen Genuß zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Man spricht hierbei von einer Shiitake-Dermatitis - sprich eine Art allergische Reaktion auf Inhaltsstoffe der Pilze.

Neueste Forschungen zeigen auf, daß sogar Steinpilze in großen Mengen zu einem Muskelverfall ähnlich dem Grünling führen können...

FAZIT:  Viele Pilze sind ein gesundes und teilweise sogar mit heilender Wirkung versehenes Nahrungsmittel - wie z.B. der o.g. Shiitake. Trotzdem ist darauf hinzuweisen, daß es nicht gesund sein kann, Pilze in großen Mengen in kurzen Abständen zu konsumieren.

Sie haben Fragen zu Pilzen? Rufen Sie einfach an oder schicken Sie mir eine Mail!

Der Frühling ist gekommen - von Lorcheln und Morcheln

Im frühen Jahr, typischer Weise im April bis Mai erscheinen neber den köstlichen Morcheln auch deren giftige "bucklige" Verwandtschaft, allen voran die Frühlings-Giftlorchel. Die Standorte der Pilze sind denkbar unterschiedlich, trotzdem werden auch diese Lorcheln gesammelt - nicht zuletzt weil sie in manchen Ländern als "Köstlichkeiten" geschätzt werden.

Grundsätzlich gilt dass Lorcheln und Morcheln allesamt roh giftig sind, wo manche die roten Blutkörperchen zerstören können sind manche sogar tödlich giftig da sie die Leber angreifen. Die Vergiftungserscheinung sieht dabei aus wie durch den Verzehr von z.B. dem grünen Knollenblätterpilz bekannt und ist daher auf den ersten Blick schwer als Gyromitrin-Vergiftung zu erkennen.

Der Giftstoff der Frühjahrslorchel ( gyromitra esculenta ) ist wasserlöslich, es wird daher versucht diese Pilze durch abkochen und Trocknungsvorgänge zu entgiften. Immer wieder wird von Vergiftungen berichtet, auch nach Verzehr von getrockneten Frühjahrslorcheln ( die eben nicht 100%tig entgiftet waren ). In Deutschland ist dieser  Pilz daher als Marktpilz nicht zugelassen und steht in der Rubrik der Giftpilze.

      

Gift-Frühjahrslorchel ( Gyromitra esculenta ) - sie ist die giftige Schwester der Speisemorchel
 

Von Parasolen und giftigen / giftverdächtigen Verwandten

Auch Sammler von den leckeren "Parasolen" treffen immer öfter auf giftige Varianten dieser Pilze. Wenn Nachts um kurz nach 1 Uhr bei mir das Telefon Sturm klingelt und ein Krankenkenhaus dran ist, dann bestätigt mir genau das wieder, dass viele Sammler einfach unwissend sind und ihre gesuchten Speisepilze nicht von giftigen Doppelgängern unterscheiden können oder oftmals garnicht wissen ! dass es solche gibt !

Wir sprechen hier nicht von den kleinen Schirmlingsarten ( die teilweises lebensgefährliche Giftstoffe wie der Grüne Knollenblätterpilz enthalten ), sondern lediglich von den "Riesen-Schirmlingen"     Es gibt viele verschiedene Arten, davon sind einige giftig     s. Wikipedia

 Die von Ihnen gefundenen Pilze sehen natürlich nicht immer wie die auf diesen Fotos gezeigten aus, lernen Sie bei unseren geführten Lehrwanderungen wie man in der Praxis diese Pilzarten deutlich voneinander trennt

Parasol ( macrolepiota procera )

   

Safranschirmling ( Macrolepiota rachodes )    Gift-Riesenschirmling ( Macrolepiota venenata ) 

Es gibt giftige Champignons?

Auf diese Frage hin muss grundsätzlich erstmal mit JA geantwortet werden. Die bei uns vorkommenden Champignons sehen natürlich auch so aus, wie eben Champignons. Da steht also weder ein Schild daneber auf dem "Vorsichtig giftig" steht noch geben sich diese Pilze auf den ersten Blick als giftig zu erkennen. Der typischste Vertreter dieser Magen-Darm-giftigen Pilze ist der Karbolegerling ( Agaricus xanthoderma ). Die Pilze sind Streuzersetzer, sie stehen also überall da rum wo es organisches Material ( wie z.B. Grasreste, Blätter u.a. ) zum verzehren gibt.

   

Ein deutliches Zeichen - wenn Giftchampignons an der Stielbasis angekratzt werden, sollte das Stielfleisch sich schnell stark gelb verfärben. Riecht man an dieser Stelle am Pilz, dann riecht es irgendwie nach Tinte,Teer, Desinfektionsmittel oder wie ich gerne sage "irgendwie nach Krankenhaus". Auch dieser Geruch ist ein deutliches Zeichen, dass es sich um sogenannte "Karbolegerlinge" oder andere Magen-Darm-giftige Champignons handelt. Der Geruch verstärkt sich lt. Literatur noch beim Erhitzen der Pilze in der Pfanne.

Auch wenn die Champignons die sie gefunden haben noch so gut aussehen, ist eine genaue Bestimmung der Eßbarkeit unerlässlich. Kontaktieren Sie bitte einen Pilzsachverständigen oder verzichten Sie auf den "Genuß" selbstgesammelter Champignons bis sie sicher gelernt haben, die Pilze auseinanderzuhalten. Wie Sie eßbare von giftigen Pilzen sicher abgrenzen lernen Sie auf unseren geführten Pilz-Lehrwanderungen. 

Bitte keine falsche Scham!  Wenn Sie nach dem Verzehr von Pilzen Vergiftungs-erscheinungen haben wie hier typisch Erbrechen, Übelkeit u.a. rufen Sie den Giftnotruf und/oder den Notarzt an. Im Falle von giftigen Champignons ist Erbrechen bei Erwachsenen durchaus positiv, damit die giftigen Pilze wieder herausbefördert werden. Pilzreste, Ebrochenes o.ä. muss ggf.aufgehoben werden um verzehrte Pilze anhand der Reste bestimmen zu können.

Versuchen Sie Ruhe zu bewahren bzw. beruhigen Sie betroffene Personen, Kopflosigkeit ist jetzt unangebracht. Sind verschiedene Pilze gegessen worden und man kann "den Pilz" nicht einwandfrei identifizieren muss auf jedenfall eine schwerere Vergiftung ausgeschlossen werden. Genauere Informationen wie Sie sich verhalten sollen erhalten Sie im Falle eines Falles von der GiftInfo Mainz ( s. Startseite ).

Trompetenpfifferlinge?

Warum es immer wieder zu Vergiftungsfällen beim Sammeln von Pfifferling und seinen Verwandten kommt sehen Sie hier

Das Bild zeigt junge und alte, bereits vergangene Exemplare des Trompetenpfifferlings..oder doch nicht nur?

Da stehen doch tatsächlich in direkter Nachbarschaft orangene Pilze die von oben gesehen schon mal so aussehen können.. allerdings wären in diesem Fall Verwechslungen fatal - handelt es sich doch hier bei dem stämmigeren Pilzchen auf der rechten Seite um den orangenen spitzgebuckelten Rauhkopf - einen der Cotinarien ( Haarschleierlinge ).

Dieser Pilz enthält Orellanin und kann die Nieren zerstören. Typisch für eine Vergiftung wäre eine recht lange beschwerdefreie Latenzzeit, wo erst nach Tagen bis Wochen plötzlich Nierenbeschwerden eintreten und mit Sympthomen wie Schmerzen in der Leistengegend oder Problemen beim Wasserlassen eine Schädigung des Organs anzeigt.

Pfifferling und Co.   

 

Links samtiger Pfifferling      Mitte "gemeiner"Pfifferling       Rechts Semmelstoppelpilze

an dieser Stelle poste ich bei Gelegenheit noch ein Bild vom "falschen Pfifferling"

Versprochen ist versprochen - falscher Pfifferling entlarvt ! Mit dem Daumennagel können Sie die Lamellen einfach vom Hutfleisch abschieben; versuchen Sie das einmal bei einem echten Pfifferling.

Unachtsame Perpilzsammler leben gefährlich

       

Links: Der Perlpilz oder rötender Wulstling    Rechts : Pantherpilze ( amanita pantherina )

Beachten Sie rechts die deutliche randige Knolle an der Stielbasis - dies fehlt beim Perlpilz links.

Hier ist Fachkenntnis gefragt - vermeiden Sie zur Bestimmung und Unterscheidung von Pilzen "Handyapps" oder alte Pilzbücher.

Die genaue Unterscheidung dieser Pilze ist ein fester Bestandteil unserer geführten Lehrwanderungen im Herbst


Vom Steinpilz und seinem Kollegen

Haben Sie es erkannt?  Ein Steinpilz und ein anderer Pilz, der gerne mal so oder so ähnlich ausschaut, damit ihn der unkundige Pilzsammler mitnimmt. Ein einziger dieser Pilze in der Steinpilzpfanne und Sie können die Mahlzeit vergessen. Der Gallenröhrling heisst nicht umsonst so, er schmeckt gallebitter und gilt daher als ungenießbar. Nur wer ist wer?

Neueste Erkenntnisse zeigen - der Gallenröhrling ist für viele Menschen stark Magen-Darm-giftig !

Der violette Lacktrichterling - ein farbliches Highlight in jeder Pilzpfanne - doch Obacht !

   

Violetter Lacktrichterling                             Rosa Rettichhelmlinge und violette Variante

Wie sich die Pilze auch vom Geruch her deutlich unterscheiden, lernen Sie auf unseren geführten Pilz-Lehrwanderungen.


Augen auf beim Sammeln von Trompetenpfifferlingen im Spätherbst

    

Auf der Suche z.B. nach Trompetenpfifferlingen im Spätherbst sollten Sie schon genau schauen, was Sie da so in Ihren Korb werfen. Sehen die beiden Pilze im Vordergrund nicht ziemlich ähnlich aus? Irgendwie braun, gelb mit gelbem Stiel, wuchsen nebereinander im Moos mit jedermenge anderer "vor allem" Trompetenpfifferlingen.

Im nächsten Bild sehen Sie beide Pilze mal von unten. Auf der linken Seite der schmackhafte Trompetenpfifferling - ein Leistling mit mehr oder weniger am Stiel herablaufendem Fruchtlager - auf der rechten Seite ein Blätterpilz, keine Leisten und ganz merkwürdig "blutrot" eingefärbte Lamellen.

Es handelt sich hierbei um einen Vertreter aus der Gattung der "Haar"Schleierlinge, den blutblättrigen Hautkopf. Der Pilz ist giftig ! Mit seinen Farbstoffen wird Kleidung oder z.B. Wolle gefäbrt. Der Haarschleier der sich bei jüngeren Exemplaren noch gut sichtbar zwischen dem Stiel und dem Hutrand ähnlich einem Spinnennetz spannt ist hier leider nicht mehr ersichtlich. Umso wichtiger ist es anhand anderer Merkmale wie dem mehr oder weniger gebuckelten Hut und der Farbe der Blätter ( Lamellen ) ihn zu erkennen und so deutlich vom z.B. benachbarten Trompetenpfifferling abzugrenzen. In der Gattung der Schleierlinge finden sich ein paar der giftigsten bei uns heimischen Pilze. Sie enthalten Orellanin, was die Nieren angreift und zerstören kann.

Grüngelbes Gallertkäppchen

eine weitere Verwechslungsmöglichkeit

Dieser kleine hübsch anzuschauende Pilz gehört wie die Morcheln und Lorcheln zu den Schlauchpilzen. Die Sporen befinden sich hier auf dem unförmigen Hut in einer Fruchtschicht. Auf den ersten Blick kann dieser Pilz sehr schnell mit den leckeren Trompetenpfifferlingen verwechselt werden. Auch Pfifferlingsammler haben diese Pilzchen teilweise schon mitgenommen.

Das Grüngelbe Gallertkäppchen galt früher als ungenießbar. Inzwischen steht Pilz unter Verdacht, den Giftstoff Gyromitrin zu enthalten ( Quelle Wikipedia ).

Gyromitirn ist z.B. in der giftigen Frühjahrslorchel enthalten. Der Giftstoff ist wasserlöslich und flüchtig, es kann also schon zu Vergiftungen kommen wenn Pilze zubereitet werden oder in einem schlecht durchlüfteten Raum lagern ( durch Einatmen ).

Erste Anzeichen für eine Vergiftung mit Gyomitrin können Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle sein. In größeren Mengen greift das Gift die Leber an und kann zum Tode führen.

Im Gegensatz zu den Leistlingen ( Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge u.a. ) zeigt das Gallertkäppchen keine mehr oder weniger am Stiel herablaufende Leisten. Der Pilz ist von einer gummiartigen Konsistenz.                  

Bleiweisser Trichterling

Eine Verwechslung mit diesen Pilzen kann zu schwerwiegenden Vergiftungen führen. Grundsätzlich sei gesagt VORSICHT bei Pilzen mit weissen Lamellen, vor allem bei den Trichterlingen und Rißpilzen verbergen sich einige sehr giftige Pilze. Die Pilze enthalten Muscarin - ein Nervengift - in unterschiedlicher Dosierung. Aufgrund der Vergiftungssymptome wie Pupillenverengung und dadurch ggf. vorübergehende Erblindung kann eine solche Vergiftung auch Todesfälle nach sich ziehen. Bei Trichterlingen laufen die Lamellen meist wie bei dem liegenden Pilz zu sehen ein Stück am Stiel herab, auch kann der Hut eine trichterähnliche Vertiefung ausweisen. Der Geruch wäre hier mehr süßlich säuerlich aber nicht mehlartig wie beim Mairitterling. Der oben genannte Pilz tritt normalerweise im Herbst auf, eine Verwechslung mit dem Maipilz ist daher eher unwahrscheinlich aber nie völlig auszuschließen. Pilze kommen nunmal nicht vom Fließband, habe ich gelernt.

 

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